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< Aus der Presse: Tobias Clemens holt sich den Titel
16.08.09 22:32 Alter: 1 Jahre
Rubrik: Herrenturnier 30

Aus der Presse:Clemens kam, sah und brillierte

Schwerte-Ost. Er kam, sah und verzückte die Freunde des gelben Filzballs mit einer nie dagewesenen Brillanz und Dominanz: Tobias Clemens heißt der hochverdiente Sieger der dritten Auflage der Internationalen Westfälischen Tennis-Meisterschaften der Herren 30.


v.l. Tim Richter, Manfred Hoppe, Tobias Clemens, Mark Joachim, Udo Behrenberg Foto:TCRWS

Das siegreiche Doppel: Christian Schäffkes und Michael Schmidtmann Foto: TCRWS

Rollstuhltennis Foto:TCRWS


Vorjahressieger Mark Joachim bot in einem hochklassigen, aber zunehmend einseitigen Finale anfangs gut Paroli, warf schließlich aber beim aussichtslosen Stand von 4:6, 0:4 entkräftet und entvervt das Handtuch.



Sicher, die rund 250 Zuschauer an der Emil-Rohrmann-Straße hätten sich ein rühmlicheres Ende eines wieder einmal großartigen Tennisspektakels gewünscht. Vor allem aber hätten sie Sieger Tobias Clemens, der in den USA lebt und für das Turnier über den großen Teich in die Ruhrstadt gekommen war, gerne noch stundenlang bei der Arbeit zugesehen. Denn was das Geburtstagskind (Clemens wurde Freitag 30 Jahre alt und erlebte in der deutschen Herren-30-Riege sein „erstes Mal”) bot, war das wohl ansehnlichste und beste Tennis, das die Anlage der Rot-Weißen je gesehen hat



Goellner, Fabian und eine Rollstuhltennisdemo



Der Verlauf des Endspiels war letztlich nichts anderes als die Konsequenz aus den Halbfinalspielen am Vormittag. Während der überragende Clemens gegen den früheren Seriensieger Christian Schäffkes Kurzarbeit verrichtete (6:0, 6:2) und Kräfte schonen konnte, musste Titelverteidiger Joachim gegen Peter Svabik über drei hart umkämpfte Sätze (7:6, 2:6, 6:2), bevor der erneute Finaleinzug unter Dach und Fach war.



Anfangs hielt Joachim die Partie trotz des frühen Breaks zum 0:1 (nach immerhin schon 14 Spielminuten) offen. Auf einen verlässlichen Aufschlag gestützt, glich der mehrmalige Deutsche Meister nach mehreren passgenauen Rückhandschlägen zum 4:4 aus. Als Clemens jedoch prompt zum 4:5 zurückschlug, war das der Anfang vom Ende. Fünf Spiele in Folge sicherte sich der 30-Jährige, und beim 4:0-Zwischenstand in Satz zwei entschloss sich Joachim, die Nummer eins der deutschen Herren 35, zur Gratulation.



Zu den Zaungästen am Finaltag zählte auch der verletzte Marc-Kevin Göllner. Zum Schläger konnte der ehemalige Daviscup-Spieler bekanntermaßen nicht greifen, ließ es sich aber nicht nehmen, Ortganisator Tim Richter ein dickes Lob für die Veranstaltung zu zollen.



Aufgewertet wurde das Kräftemessen der Herren-30-Elite ferner durch ein attraktives Rahmenprogramm. Autogramme von Bundesligaspieler Patrick Fabian gab's am Samstag abzustauben, und bei einer Rollstuhltennisdemo vor dem großen Finale eröffneten Bundestrainer Christoph Kellermann sowie die international aktiven Claudia Fornefeld und Sabine Ellerbrock Einblicke in eine höchst interessante und anspruchsvolle Sportart.



Doppel: Sieg mit Michael Schmidtmann-Schäffkes' Revanche



Schwerte-Ost. Traditionell bildet das Doppelfinale den Abschluss des Tennis-Wochenendes an der Emil-Rohrmann-Straße. Das Erfolgsduo Christian Schäffkes/Michael Schmidtmann vom Kahlenberger HTC sicherte sich den Titel – nicht der erste bei den Westfälischen Meisterschaften in Schwerte-Ost.

„Das ist ein bärenstarkes Doppel, das man erst einmal schlagen muss”, lautete die treffende Analyse von Organisator Tim Richter. An diesem Wochenende schaffte es niemand: Mit 6:3 und 6:1 setzten sich Schäffkes/Schmidtmann im Endspiel gegen Tobias Clemens und Frank Potthoff relativ deutlich durch. Für Dauergast Schäffkes bedeutete der Sieg auch eine kleine Revanche, denn im Halbfinale hatte er gegen Sieger Clemens noch deutlich das Nachsehen gehabt.



Wesentlich enger hatte es noch im Halbfinale am Vortag ausgesehen. Erst im Tiebreak des dritten Durchgangs setzten sich die späteren Sieger gegen Marc Leimbach und Uwe Kaudinya durch, die ihre Hoffnungen auf einen neuerlichen Triumph wie 2008 damit vorzeitig begraben mussten.



Seinen großen Auftritt hatte Lokalmatador Dennis Krüsmann im anderen Halbfinale. Kampflos war er mit Partner Jan Mühlheims ins Semifinale eingezogen. Gegen die Finalisten Clemens und Potthoff hatten Krüsmann, der in der Einzel-Qualifikation bereits am Donnerstag gescheitert war, und Mühlheims erwartungsgemäß wenig zu bestellen und verloren mit 1:6, 2:6. Trotzdem: Gerade für Verbandsligaspieler Krüsmann eine wertvolle Erfahrung.





Quelle:Wetfälische Rundschau, 16.08.2009, Stefan Reccius






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