16.08.09 22:07 Alter: 1 Jahre
Rubrik: Herrenturnier 30
Aus der Presse: Tobias Clemens holt sich den Titel
SCHWERTE Der Jüngste war auch eindeutig der Beste: Tobias Clemens (TC Johannisberg) heißt der Sieger der 3. Internationalen Westfälischen Tennismeisterschaften für Herren 30 auf der Anlage des TC Rot-Weiß Schwerte.
00
Der Sieger Tobias Clemens Foto:TCRWS
Vorjahressieger und Titelverteidiger Mark Joachim Foto:TCRWS
Clemens, am vergangenen Freitag (14. August) erst 30 geworden, schlug Vorjahresseiger Mark Joachim in einem Endspiel, das vor allem im ersten Satz die Kriterien der Güteklasse A erfüllte, nach rund 50 Minuten. Schade nur für das fachkundige Publikum, dass es so schnell vorbei war, denn das Ende kam abrupt. Nachdem er im ersten Satz nach großer Gegenwehr nur mit 4:6 unterlegen war, war Joachim beim Stand von 0:4 im zweiten Satz mit den Kräften komplett am Ende und gab auf.
Offenbar musste die aktuelle Nummer eins der deutschen Herren-35-Rangliste seinem anstrengenden Halbfinale gegen Peter Svabik Tribut zollen. Dieses hatte er wenige Stunden vor dem Endspiel nach etwa drei Stunden Spielzeit in drei Sätzen gewonnen.
Clemens´ Schlagrepertoire gibt Anlass zum Schwärmen
Turniersieger Clemens, ohne Zweifel der beste Spieler, der im Laufe der Jahre seine Visitenkarte bei den hochkarätigen Turnieren in Schwerte-Ost abgegeben hat, kannte in all seinen Turnierspielen kein Pardon. "Hat denn einer mal überprüft, ob der überhaupt schon 30 ist", flachste Clemens´ chancenloser Halbfinalgegner Christian Schäffkes einmal während seiner 0:6, 2:6-Niederlage - ein sicheres Zeichen für die herausragende körperliche Verfassung des Turniersiegers, der trotz der Hitze unter dem strahlend blauen Himmel von Schwerte-Ost nicht einmal den Hauch von Ermüdungserscheinungen zeigte.
Und was Clemens an Schlagrepertoire zu bieten hatte, gab Anlass zum Schwärmen. Joachim, nun wahrlich kein schlechter Spieler, der seinerseits ein paar spektakuläre "Winner"-Schläge auf die rote Asche zauberte, musste sich letztlich der Überlegenheit des Gegners beugen. Ob Aufschlag, Vor- oder Rückhand - die ehemalige Nummer 191 der ATP-Weltranglisten ließ keinerlei Schwächen erkennen und durfte sich nach spektakulären Punktgewinnen immer wieder über Szenenapplaus der rund 300 Zuschauer freuen.
Im zweiten Satz ging es dann ruckzuck
Schon das Auftaktspiel des ersten Satzes übertraf alle Erwartungen. Fast eine Viertelstunde dauerte es, ehe Clemens´ Break perfekt war. Bis zum 4:4 durfte Joachim noch auf einen Satzgewinn hoffen, doch dann gelang Clemens ein erneutes Break - der Widerstand des Gegners erlahmte. Und als der zweite Satz mit einem schnellen Clemens-Break begann, stand schon zu befürchten, dass es nun ruckzuck gehen würde - so war´s dann auch.